Für den Bau der zweiten Gotthardröhre entsteht parallel zum bestehenden Gotthard-Strassentunnel eine neue, rund 16,9 Kilometer lange Tunnelröhre. Ziel des Projekts ist es, die spätere Sanierung des bestehenden Tunnels zu ermöglichen, ohne die wichtige Nord-Süd-Verbindung vollständig sperren zu müssen.
Im Tunnelbau sind verlässliche Informationen über die geologischen Verhältnisse entscheidend. Störzonen, wasserführende Schichten oder unerwartete Gesteinswechsel können den Tunnelvortrieb beeinflussen und müssen möglichst früh erkannt werden.
Terradata begleitet das Projekt im Rahmen der Vorerkundung mit geophysikalischen und geotechnischen Untersuchungen. Die Messungen erfolgen sowohl vom Sicherheitsstollen als auch direkt vom Tunnelschild der Tunnelbohrmaschine Süd aus.
Dabei kommen subhorizontale Bohrungen zum Einsatz, deren Verlauf, Zustand und Eigenschaften detailliert erfasst, dokumentiert und ausgewertet werden. Die gewonnenen Mess- und Bilddaten liefern eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der geologischen Verhältnisse. Sie unterstützen die Planung, erhöhen die Sicherheit im Vortrieb und helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen.