Aktuell wird die Bellerivestrasse im Zürcher Seefeld aufwändig saniert.
Unser Monitoring-Team wurde mit der Aufgabe konfrontiert, einen 400 m langen Schmutzwasserkanal – Durchmesser 30 bis 40 cm – während des Ziehens von Spundwänden auf Setzungen zu überwachen. Diese Massnahme wurde notwendig, weil der Boden hier aus setzungsanfälligen Seegrundablagerungen besteht.
Kein alltäglicher Auftrag, denn zusätzlich zu den engen Platzverhältnissen kam hinzu, dass der Kanal in Betrieb war und damit bis zu 15 cm hoch mit Schmutzwasser gefüllt. Auch die Vibrationen beim Ziehen der Spundwände galt es zu berücksichtigen.
So machten sich unsere Monitoring-Spezialisten verschiedenster Abteilungen an die Ideenfindung, wie ein solches Messsystem umzusetzen ist.
Die optimale Lösung ist einfach, aber wirkungsvoll: Ein mit Wasser gefüllter Schlauch wird in den Kanal eingezogen und liegt – mit Gewichten beschwert – in der Sohle des Kanals. Im Schlauch sind alle 5 m hochpräzise Wasserdrucksensoren installiert. Senkt sich der Kanal auch nur minimal, verändert sich die Wassersäule an dieser Stelle– und damit der gemessene Druck. So lassen sich Höhenänderungen millimetergenau messen, selbst unter diesen schwierigsten Bedingungen.
Genau solche Aufgaben sind es, bei denen unsere Ingenieure zur Hochform auflaufen. Denn wenn der Standard nicht reicht, wird es für uns erst richtig spannend.