Die Ereignisse rund um Brienz/Brinzauls im Kanton Graubünden haben gestern eine entscheidende Wendung genommen: Laut neusten Einschätzungen der Fachstellen ist ein grosser Abbruch des instabilen Plateaus oberhalb des Dorfes nicht mehr möglich.
Nach Wochen erhöhter Alarmstufe ist der kritische Bereich des Berges so stark in sich zusammengefallen, dass das prognostizierte Worst-Case-Szenario – mehrere hunderttausend Kubikmeter Fels in einem einzigen Rutsch – vom Tisch ist. Für die Region bedeutet das zwar keine vollständige Entwarnung, doch die akute Gefahr eines massiven Bergsturzes gilt als deutlich reduziert. Umso wichtiger bleibt die präzise Überwachung der Situation.
Experten unserer Schwesterfirma Grünenfelder und Partner waren auch gestern wieder vor Ort, um sich wortwörtlich ein Bild der Lage zu machen. Mit Hilfe der Wingtra-Drohne entstand ein aktuelles Orthophoto (zusammenhängendes Luftbild) sowie ein hochaufgelöstes 3D-Modell. Diese Resultate werden durch die TEDAMOS-Lösung der Terradata erstellt und auf der Webplattform für verschiedene Analysen (Höhen- und Volumenvergleiche, Profile, etc.) allen Fachstellen bereitgestellt.
SRF «Schweiz Aktuell» hat gestern berichtet.
Ein spannendes Detail: die TEDAMOS GNSS-Lösung war in der «heissen Phase» mit den höchsten Rutschgeschwindigkeiten die einzige Messtechnologie, die unter den schwierigen Wetterbedingungen mit Nebel und Schneefall noch zuverlässig funktionierte — Tachymeter benötigen Sicht zu den Prismen und für die Radartechnologie bewegte sich der Hang zwischenzeitlich zu schnell.
Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie wichtig ein kontinuierliches Monitoring mit verschiedenen, sich ergänzenden Technologien im Bereich Naturgefahren ist.
Wir verfolgen die Entwicklungen weiterhin und unterstützen mit präzisen Daten und Analysen.