Im Rutschgebiet bei Cerentino wurde eine tiefgründige Hangbewegung untersucht und überwacht. Es handelte sich um einen sogenannten tiefen Scivolamento, der im oberen Hangbereich durch eine markante Felsabbruchszone begrenzt ist. Die hauptsächlichen Bewegungen traten im Bereich des Hangfusses auf und stellten ein langfristiges Stabilitätsrisiko dar. Ziel des Projekts war es, die tiefliegende Gleitfläche zu definieren, das Bewegungsverhalten des Hanges zu erfassen und die massgebenden Einflussfaktoren zu bestimmen. Auf dieser Grundlage wurde die Planung eines Drainagestollens zur Reduktion des Porenwasserdrucks und zur Stabilisierung der Rutschung unterstützt.
Terradata begleitete das Projekt mit der Installation und dem Betrieb eines umfassenden geotechnischen Monitorings. In Bohrungen bis zu 180 m Tiefe wurden verschiedene Messsysteme eingebaut, um sowohl die Hangbewegungen als auch den Porenwasserdruck kontinuierlich zu überwachen. Die gewonnenen Messdaten dienten als Grundlage für die Beurteilung der Wirksamkeit der geplanten Massnahmen und für die langfristige Überwachung des instabilen Hanggebiets.