Der Riedbergtunnel mit zwei rund 500 m langen Röhren liegt im Walliser Rhonetal bei Gampel und ist Bestandteil der noch fehlenden Autobahnverbindung im Oberwallis zwischen Sierre und Visp.
Die ersten Planungsarbeiten für den Tunnel reichen bis in die 1980er-Jahre zurück. In den Jahren 1988/89 wurde ein rund 100 m langer Sondierstollen aufgefahren, ohne dass dabei wesentliche Probleme festgestellt wurden. Nach Abschluss der Planung begann im September 2004 der Tunnelausbruch. Bereits im Jahr 2005 mussten die Arbeiten jedoch infolge erheblicher Deformationen eingestellt werden.
Erst ab 2014 wurden umfangreiche Vorbereitungs- und Stabilisierungsmassnahmen umgesetzt, um den Tunnelvortrieb wieder aufnehmen zu können. Die Wiederaufnahme erfolgte 2015 mit einer Tagesleistung von rund 25 cm, bedingt durch die aufwendigen Sicherungsmassnahmen. Der Durchschlag der Nordröhre erfolgte im Oktober 2020, jener der Südröhre im März 2021. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Der Hang ober- und unterhalb des Tunnels befindet sich in einem kriechenden bis rutschenden Zustand. Seit 2022 überwacht Terradata den Hang, den Tunnel sowie die umliegenden Bauwerke während der Fertigstellung des Bauwerks und für den anschliessenden Betrieb, um Bewegungen frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit langfristig sicherzustellen.